Zentrum für Gastrosophie

Universitäres Institut
www.gastrosophie.at

Das Zentrum für Gastrosophie versteht Gastrosophie «als Zusammenwirken und fundiertes Nach- und Zusammen-Denken aller natur- wie geisteswissenschaftlichen Fächer und Disziplinen, die sich auf Ernährung beziehen und damit beschäftigen.»

Gegründet wurde das Zentrum für Gastrosophie  im September 2008 an der Paris-Lodron-Universität Salzburg. Als wissenschaftlicher Zweck wird die interdisziplinären (Grundlagen-)Forschung und Lehre zu Ernährung – Kultur – Gesellschaft angegeben. Als Grundlagenforschung versteht sie beispielsweise die Transkription von mittelalterlichen Kochbüchern; an der Universität Salzburg wird der pastgraduale Universitätslehrgang Gastrosophische Wissenschaften angeboten. Das Zentrum für Gastrosophie möchte auch eine Brücke zwischen Theorie und Praxis schlagen, einen Wissenstransfer innerhalb der Wissenschaften, aber auch darüber hinaus in die Öffentlichkeit ermöglichen.

Das Zentrum wird von einem Förderverein unterstützt, dem private Unternehmen aus dem Ernährungsbereich angehören. Das Zentrum für Gastrosophie ist bestens international vernetzt. Es werden einerseits Kontakte zu anderen wissenschaftlichen Instituten und Arbeitskreisen wie mit dem IEHCA oder ICREF, aber auch mit ausseruniversitären Bewegungen wie mit Slow Food Austria gepflegt.

Das Zentrum für Gastropsophie bietet auf der Webseite gemäss eigenen Aussagen die «größte aktuelle Literaturdatenbank zu kulinarisch-gastrosophischen Themen» an. Für erste Recherchen scheint die Datenbank durchaus brauchbar zu sein.

Arbeitsgemeinschaft Ernährungsverhalten (AGEV)

Arbeitskreis mit regelmässigen Tagungen
www.agev.net

Die Arbeitsgemeinschaft Ernährungsverhalten veranstaltet regelmässig Tagungen, in denen sie sich mit dem Ernährungsverhalten und Esskultur verschiedener Bevölkerungsgruppen sowie den Auswirkungen des Essverhaltens, der Ernährung und des Essens auf Gesundheit, Wohlbefinden und Umwelt befassen. Die aktuelle Tagung im Frühjahr 2012 findet beispielsweise zum Thema «Ernährung im Alter» statt. Obwohl die Tagungen als Zielsetzung die Förderung des interdisziplinären Austauschs von Forschungsergebnissen vorgibt, verfolgt insbesondere der Gründerkreis um Teuteberg und Bodenstedt eher eine anthropologische Perspektive.

Die Arbeitsgemeinschaft fand sich zum ersten Mal 1977 zusammen. Zumindest im deutschsprachigen Raum hat sie aufgrund ihrer Beständigkeit eine wichtige Rolle als Plattform zur Diskussion von Forschungsergebnissen. Zur Kommunikation ihrer Ergebnisse verwendet die Arbeitsgemeinschaft das Medium Tagungsbände und auch andere Fachpublikationen (vgl. die Rubrik Veröffentlichungen). Bei neueren Tagungen stehen zudem auf der Webseite des AGEV zusätzliche Informationen wie die Präsentationen der Beiträge zur Verfügung.

Als Hilfestellung zu Thematik bietet der AGEV die Rubrik Wissenswertes zum Ernährungsverhalten an. Die Texte eignen sich hervorragend für weitere Recherchen und bieten Quellen wie auch Literaturhinweise an.

International Commission for Research into European Food History (ICREFH)

Tagungen einer Arbeitsgemeinschaft
www.vub.ac.be/SGES/ICREFH.html

Das ICREFH bezeichnet sich selbst als eine interdisziplinäre und internationale Gruppen von Forschern, die aus unterschiedlichen Disziplinen wie Geschichte, Ethnologie, Soziologie, Ökonomie, Geographie und Naturwissenschaften zusammenfinden. Thematisch beschäftigt sich die Arbeitsgemeinschaft mit der Geschichte des Essens und der Ernährung in Europa seit dem späten 18. Jahrhundert, insbesondere mit dem Fokus auf die Beziehungen zwischen Esskultur und den Prozessen der Industrialisierung und Urbanisierung. Die Resultate der Tagungen werden jeweils in Tagungsbänden publiziert.

Begründet wurde das ICREFH in Münster im Jahr 1989 auf Initiative von Hans-Jürgen Teuteberg.