The new Gastronomes

Blog
www.ergolabcom-unisg.it/blog

Unter dem Label «The new Gastronomes» unterhalten die Masterstudenten der Università degli Studi di Scienze Gastronomiche einen eigenen Blog und einen (unregelmässig erscheinenden) Newsletter. Die Beiträge werden in unterschiedliche thematische Kategorien geordnet (Critique, Eating, Pleasure) die sich allerdings – was aufgrund der Themensetzung nicht verwundert – nur schwer voneinander abgrenzen lassen, weshalb die einzelnen Beiträge denn auch in den verschiedenen Kategorien auftauchen.

Grundsätzlich ist festzustellen, dass die Auswahl der Beiträge eher willkürlich erscheint. Qualitativ spannt sich der Bogen von eher simplen Kommentaren und einfachen Glossen hin zu litterarisch anmutenden und intellektuell anspruchsvollen Kolumnen, Reportagen und Interviews. Alles in Allem ein buntes Sammelsurium, das aber durchaus ein Besuch wert ist.

The Food Bibliography

Online-Bibliographie
www.foodbibliography.eu

Die Food Bibliography beinhaltet bibliographisches Material für Forscher im Bereich der Ernährungsgeschichte und Ernährungswissenschaft (food studies) allgemein. Dadurch wird das Auffinden von Informationen in diesen Gebieten vereinfacht und die Vernetzung der Forschenden untereinander verbessert. Insbesondere sollen auch Informationen, die nicht oder nur selten in Bibliothekskatalogen zu finden sind (Zeitschriftenartikel, Konferenzprotokolle etc.) zugänglich gemacht werden. Sie beinhaltet über 13’000 Einträge in acht Sprachen (Deutsch, Englisch, Französisch, Niederländisch, Spanisch, Portugiesisch und Catalan) die mittels der Suchmaschine (es kann nach Autor, Titel und Schlagworten gesucht werden) durchsucht werden können.

 Die Foodbibliography ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit des IEHCA mit der Villa i Tatti in Florenz (Harvard University Center for Italian Renaissance Studies). Finanziell unterstützt wird das Projekt von der Fondation Mellon und der Bibliothèque nationale de France.

 

Università degli Studi di Scienze Gastronomiche (Pollenzo und Colorno)

Universität
www.unisg.it

In Zusammenarbeit mit den Regionen Piemont und Emiglia-Romagna initiierte der Verein Slow Food im Jahr 2003 die erste Universität für gastronomische Wissenschaften in Pollenzo und Colorno. Die Ziele dieser Bildungsinstitution sind eng verknüpft mit der ernährungskulturellen Visionen von Slow Food: Die Università degli Studi di Scienze Gastronomiche soll ein internationales Forschungs- und Ausbildungszentrum sein für alldiejenigen, die sich für eine «neue Landwirtschaft» engagieren, die für den «Erhalt der biologischen Vielfalt und für ein organisches Verhältnis von Gastronomie und Agrarwissenschaften» einstehen.

Das Studium besteht aus theoretischen und praktischen Teilen und ist äusserst interdisziplinär ausgerichtet. Die Lehrstühle reichen von Geschichte, Geographie, Ethnologie, Soziologie und Ökonomie über Ästhetik, Semiotik und Food Communication, Food Ethics, Plant Production und Food-Service Systems bis hin zu Molekularwissenschaften, Ethnobotanik und Chemie. Zudem wird wert gelegt auf die Zusammenarbeit mit Slow Food Mitgliedern rund um den Globus, Verkostungen und Praktika bei lokalen Produzenten.

Es wird ein dreijähriger Studiengang in «Gastronomic Sciences», sowie ein zweijähriger Studiengang in «Gastronomy and Food Communications» angeboten. Zudem können zwei Masterprogramme absolviert werden: Ein «Master in Food Culture and Food Communications» und ein «Master in Italian Gastronomy and Tourism». Ausserdem werden Nachdiplomkurse angeboten und vertiefende Summer Schools durchgeführt.

Die Zahl der Studienplätze ist allerdings begrenzt. So werden beispielsweise für den Diplomstudiengang jährlich nur 60 Studenten aufgenommen. Da die Anmeldungen die Studienplätze um ein Vielfaches übersteigen, ist eine Aufnahmeprüfung obligatorisch. Die Studiengebühren betragen stattliche 19’000 Euro pro Jahr. Darin enthalten sind aber auch Wohnen und Essen, Verkostungen, Exkursionen und Studienreisen in in die ganze Welt.

Unter dem Label «The new Gastronomes» unterhalten die Masterstudenten der Università degli Studi di Scienze Gastronomiche einen eigenen Blog und einen (unregelmässig erscheinenden) Newsletter:  www.ergolabcom-unisg.it/blog

FOST – Social & Cultural Food Studies an der Vrije Universiteit Brussel

Universitäres Institut, Studiengang
www.vub.ac.be/FOST

Seit den 1970er Jahren setzte die Geschichtsfakultät der Vrije Universiteit Brussel einen starken Fokus auf den Bereich der Ess- und Ernährungsgeschichte. Mit dem Bedeutungswachstum der Food Studies wurde 2003 mit FOST eine eigene (und methodisch vielfältigere) Abteilung für Social and Cultural Food Studies gegründet. Ab dem akademischen Jahr 2011/2011 bietet FOST die Möglichkeit einen spezialisierten Master-Studiengang in Food History and Culture (PDF) an.

Das Institut arbeitet eng zusammen mit dem Vlaams Centrum voor Volkscultuur, dem Institut Européen d’histoire et des cultures de l’alimentation und dem belgischen Institut National de Recherche Agronomique.

Auf der Webseite des Instituts findet sich eine ausführliche und thematisch gegliederte Link-Liste.

The Culinary Historians of Boston

Ausseruniversitäre Interessengruppe
www.culinaryhistoriansboston.com

DieCulinary Historians of Boston sind die älteste Arbeitsgemeinschaft zu Esskulturgeschichte in den USA. Sie sind interdisziplinär ausgerichtet und vereinen ein ausserakademisches mit einem akademischen Publikum: «Our members are academics, chefs, writers, food professionals, and hobby cooks, as well as students of cuisine, women’s studies, history (ancient, medieval, and modern), agriculture, and politics.»

Die Culinary Historians of Boston veranstalten monatlich einen öffentlichen Vortragsabend, eine jährliche Tagung  (das «Annual Banquet») und gestalten einen exklusiven Newsletter für ihre Mitglieder. Die Vereinigung existiert seit den frühen 1980er Jahren.

Oxford Gastronomica

Universitäres Institut mit Masterprogramm
oxfordgastronomica.brookes.ac.uk

Oxford Gastronomica ist ein Institut der University of Oxford, Brookes University. Geforscht wird im Beziehungdreieck von Food, Drink und Culture. Zusammen mit der Burgundy School of Business in Dijon organisiert Oxford Gastronomica ein Masterprogramm in «Food, Wine and Culture», welches sich auf die kulturellen, ökonomischen und politischen Einflüsse der Konsumation von Essen und Wein bezieht. In das Ausbildungsprogramm werden neben Wissenschaftlern auch Schriftsteller, Köche und Weinbauern einbezogen.

 

Food Studies an der New School New York

Nachdiplomstudiengang
www.newschool.edu/continuing-education/food-studies

Food Studies kann als Nachdiplomstudiengang am New School Liberal Arts College in New York besucht werden. Der Studiengang untersucht die Beziehungen von Ernährung und Esskultur mit Umwelt, Politik, Geschichte und Kultur. Der Lehrkörper besteht aus Naturwissenschaftern, Kulturwissenschaftern, Historikern, Unternehmern und Politikaktivisten.

Angestrebt wird eine Ausbildung, «welche die Studenten befähigt, sich in der aufkeimenden Diskussion über Nahrungsproduktion, -verteilung, -qualität und Geschmack zu engagieren».

Die New School for Social Research wurde 1919 von einer Gruppe von Intellektuellen gegründet, von denen einige an der Columbia University gelehrt hatten, zu der ab 1933 auch die University in Exile gehörte. Es waren Pazifisten, die vom Präsidenten der Columbia University zensiert wurden, worauf sie eine eigene Universität gründeten. Diese steht noch heute in der Tradition einer Verbindung von progressivem amerikanischen Gedankengut und kritischer europäischer Philosophie.

Oxford Symposium on Food & Cookery

Universitäres Symposium / Jährliche Tagung
www.oxfordsymposium.org.uk

Das Oxford Symposium on Food & Cookery ist eine jährlich stattfindende, zweitägige Tagung an der Oxford University. Das Symposium ist bestrebt, ein aktuelles Forschungsthema mit möglichst unterschiedlichen methodischen Ansätzen und interdisziplinären Zugängen zu beleuchten. Neben Akademikern aus diversen Gebieten (Naturwissenschafter, Historiker, Soziologen, Anthropologen, Kulturwissenschafter und andere) wird insbesondere der Kontakt zu nichtakademischen ‚Professionals‘ aus der Gastronomie gesucht (Köche, Gastrojournalisten und andere).

Die Tagungsthemata werden jeweils von einem internationalen Kuratorium bestimmt.  («National and Regional Styles of Cookery», «Taste», «Tasting and Feasting», «Public Eating», «Food and Memory», «Authenticity», «Eggs» und viele mehr).

Das Symposium besteht seit 1981 und beschreibt sich selbst als das «älteste und wichtigste» Zusammentreffen dieser Art. Tatsächlich versammelt das Symposium jährlich rund 220 Experten aus den unterschiedlichsten Gebieten und besticht durch seinen multidisziplinären Charakter. Die Tagungsbände veranschaulichen diese Fülle und fassen die Referate jeweils in kurzen (manchmal vielleicht ein bisschen zu kurzen) Artikeln zusammen. Die grosse Anzahl Artikel zeichnet den aktuellen Stand der Forschung ab und macht die Publikationen somit zu wichtigen Arbeitsmitteln, die durchaus auch als thematische Bibliographien benutzt werden können.