Food Studies – New York University

Masterstudiengang der NY University
steinhardt.nyu.edu/nutrition/food/ma

Der Masterstudiengang «Food Studies» startete 1996, um die aufkommende Forschung rund um «Essen und Trinken» zu kanalisieren. Es war der erste derartige Studiengang in den USA. Die School of Culture, Education and Human Developement, wo der Studiengang eingegliedert ist, legt Wert darauf, dass sie einen interdisziplinären und keinen multi-disziplinären Approach hätten. Es würden themen- und nicht disziplinenbasierte Kursen angeboten und so  vergangene und gegenwärtige Probleme und Fragen dekonstruiert und mit verschiedenen Approaches untersucht.

Das Programm ist in zwei «areas of concentration» gegliedert. «Food Culture» untersucht historische, soziale, anthropologische und psychologische Faktoren der Essgewohnheiten der Vergangenheit und Gegenwart. «Food Systems» wurde 2007 eingeführt. Dort beschäftigen sich die Studenten mit Fragen der Nahrungsmittelproduktion und der Verteilung der Nahrung. Es werden dabei Themen in den Bereichen Umwelt, Wirtschaft und Ethik behandelt.

Die unterschiedlichen Dozierenden und deren Fokus sind hier einsehbar.

Food and History

Zeitschrift, erscheint halbjährlich seit 2003
Publiziert vom ‚Institut Européen d’Histoire et des Cultures de l’Alimentation‘  (IEHCA)
www.iehca.eu (Webseite des IEHCA)
brepols.metapress.com/content/121194
(Webseite des Verlages)

Food & History soll das Studium des Essens und Trinkens als vollwertiges Forschungsfeld im akademisch-historischen Diskurs etablieren. Die geschichtliche Dimension der Essens-Forschung steht dabei im Zentrum, aktuelle Fragen über Essen werden aus dieser Warte analysiert. Die Artikel erscheinen in Englisch, Französisch, Deutsch und Italienisch.

Das Journal will zur internationalen Spitze der Forschung gehören. Food & History hat sich deshalb beim French National Centre for Scientific Research als wissenschaftliches Journal anerkennen lassen. Der European Reference Index for the Humanities wertet die Zeitschrift als «B» («standard international publications with a good reputation among researchers of the field in different countries»). Das Editorial Board kann auf der Wikipediaseite der Zeitschrift eingesehen werden, anscheinend unterhalten sie diese selbst und verlinken auf ihrer eigenen Homepage selbst darauf.

Die Zeitschrift ist mit der VPN Verbindung der Uni Zürich via die Webseite des Verlages gratis abrufbar.

Food Studies an der University of Adelaide

Masterstudiengang an der University of Adelaide
www.adelaide.edu.au/food-studies

Eingebettet in die «School of History & Politics» in der Fakultät für «Humanities and Social Sciences» bietet die Universität Adelaide einen Masterstudiengang für Food Studies an. Es werden Essen und Trinken im Rahmen eines interdisziplinären Approaches untersucht. Die Schwerpunkte liegen auf «culinary history, food choice and ethics, food systems, urban foodways and their relationship to agriculture, globalisation and industrialisation, and the culture of food and drink».

Der Studiengang ist in sechs verschiedene Kurse unterteilt: Celebrating Food, Food in the City, Food Choices & Food Ethics, From Hunter-gathers to the Blue Revolution: the Culture of Agriculture in a Global Context, Recipes’ Reason: Researching Culinary History und Research Project in Food Studies. Ausserdem werden verschiedene Wahlpflichtfächer und Exkursionen angeboten.

Der Studiengang startete 2010 als Nachfolger des «Le Cordon Bleu Graduate Program». Der Studien- und Forschungsfokus scheint derselbe zu sein. Die Dissertationen sind vielfältig und decken die unterschiedlichsten Themengebiete ab, von «God is not a Vegetarian» (Jane Brock, 2003) über «The Evolution of the Chef Uniform» (Øyvind Andersen, 2002) bis hin zu «Culinary Excellence ‚Made in Switzerland‘: A Myth or Reality?» (Emanual Donhauser, 2010). Als Besonderheit ist hervorzuheben, dass ein sogenannter online-Modus angeboten wird, d.h. eine physische Präsenz auf dem Campus ist nicht notwendig, es kann via Internet ein Fernstudium betrieben werden.

Prof. Barbara Santich ist die Leiterin des Studienganges. Sie spezialisierte sich auf die französische und australische Küche und deren Geschichte. Sie schreibt Beiträge in «The Journal of Gastronomy», «Petits Propos Culinaires» und «Slow» (dem Magazin von Slow Food), wo sie auch im «Editorial Advisory Board» sitzt. Ausserdem ist sie regelmässig am Oxford Symposium on Food and Cookery.

Die zweite Professur bekleidet Rachel A. Ankeny. Sie hat MA-Abschlüsse in Philosophy, Bioethik und Gastronomie und einen PhD in Geschichte (Adelaide) und Wissenschaftsphilosophie (Pittsburg). Sie konzentriert sich auf Food Ethics, Gender und Kinder Forschung und Gesundheitsaspekte des Essens und Trinkens.
Sie ist ein Mitglied der «Australasian Association of Bioethics and Health Law» und Co-Gründer der «International Society for Philosophy of Science in Practice» und der «International Philosophy of Medicine Roundtable»