Kulinarisches Erbe der Schweiz

Online-Inventar
www.kulinarischeserbe.ch

Analog zu den Inventaren des Kulturgüterschutzes will das Inventar des kulinarischen Erbes der Schweiz traditionelle Nahrungsmittel der Schweiz festhalten und schützen.
Über eine Suchmaske kann in dem Online-Inventar nach spezifischen Nahrungsmitteln gesucht werden. Die Produkte werden anhand bestimmter Kriterien ausgewählt und ins Inventar aufgenommen. Erfasst werden über Kantons- und Regionsgrenzen hinaus traditionelle Nahrungsmittel der Schweiz, deren Herstellung, Eigenschaften und Geschichte. Der Fokus liegt bei verarbeiteten Produkten, die seit mindestens einer Generation durchgehend hergestellt werden und auch heute noch verfügbar sind. Unverarbeitete Produkte werden dann aufgenommen, wenn sie eine besondere regionale oder kulturelle Bedeutung haben. Letztlich ist aber vor allem entscheidend, dass sie eine besondere Verbindung zur Schweiz haben – sei es durch ihre Produktionsart, ein spezielles Konsumverhalten, lokale Sorten oder Rassen oder ein identitätsstiftende Wirkung haben.

Ziel des Archivs ist es, traditionellen Schweizer Nahrungsprodukten ein Gesicht zu geben und damit letztendlich auch ihren Absatz zu fördern. Als Träger fungiert ein Verein, in dem sich namhafte Schweizer Organisationen im Bereich von Ernährung und Landwirtschaft zusammengefunden haben: Slow Food Schweiz, AGRIDEA (Schweizerische Vereinigung für die Entwicklung der Landwirtschaft und des ländlichen Raums),  KOLAS (Konferenz der Landwirtschaftsämter Schweiz) und FROMARTE (Vereinigung der Schweizer Käsespezialisten).

Zentrum für Gastrosophie

Universitäres Institut
www.gastrosophie.at

Das Zentrum für Gastrosophie versteht Gastrosophie «als Zusammenwirken und fundiertes Nach- und Zusammen-Denken aller natur- wie geisteswissenschaftlichen Fächer und Disziplinen, die sich auf Ernährung beziehen und damit beschäftigen.»

Gegründet wurde das Zentrum für Gastrosophie  im September 2008 an der Paris-Lodron-Universität Salzburg. Als wissenschaftlicher Zweck wird die interdisziplinären (Grundlagen-)Forschung und Lehre zu Ernährung – Kultur – Gesellschaft angegeben. Als Grundlagenforschung versteht sie beispielsweise die Transkription von mittelalterlichen Kochbüchern; an der Universität Salzburg wird der pastgraduale Universitätslehrgang Gastrosophische Wissenschaften angeboten. Das Zentrum für Gastrosophie möchte auch eine Brücke zwischen Theorie und Praxis schlagen, einen Wissenstransfer innerhalb der Wissenschaften, aber auch darüber hinaus in die Öffentlichkeit ermöglichen.

Das Zentrum wird von einem Förderverein unterstützt, dem private Unternehmen aus dem Ernährungsbereich angehören. Das Zentrum für Gastrosophie ist bestens international vernetzt. Es werden einerseits Kontakte zu anderen wissenschaftlichen Instituten und Arbeitskreisen wie mit dem IEHCA oder ICREF, aber auch mit ausseruniversitären Bewegungen wie mit Slow Food Austria gepflegt.

Das Zentrum für Gastropsophie bietet auf der Webseite gemäss eigenen Aussagen die «größte aktuelle Literaturdatenbank zu kulinarisch-gastrosophischen Themen» an. Für erste Recherchen scheint die Datenbank durchaus brauchbar zu sein.

The Culinary Historians of Boston

Ausseruniversitäre Interessengruppe
www.culinaryhistoriansboston.com

DieCulinary Historians of Boston sind die älteste Arbeitsgemeinschaft zu Esskulturgeschichte in den USA. Sie sind interdisziplinär ausgerichtet und vereinen ein ausserakademisches mit einem akademischen Publikum: «Our members are academics, chefs, writers, food professionals, and hobby cooks, as well as students of cuisine, women’s studies, history (ancient, medieval, and modern), agriculture, and politics.»

Die Culinary Historians of Boston veranstalten monatlich einen öffentlichen Vortragsabend, eine jährliche Tagung  (das «Annual Banquet») und gestalten einen exklusiven Newsletter für ihre Mitglieder. Die Vereinigung existiert seit den frühen 1980er Jahren.